Das Widerstandsmuseum
Die interaktiven Ausstellungen im Amsterdamer Widerstandsmuseum bieten einen erstaunlichen Einblick in die Niederlande im Zweiten Weltkrieg. Während dieser Periode, von 1940-1945, hatten mehrere Niederländer nach Kräften versucht, die deutsche Besatzung zu unterminieren, und das auf große Gefahr für ihr eigenes Leben. Die faszinierende Sammlung beruht auf persönlichen Geschichten, welche die verschiedenen Aktionen der Niederländer in der Kriegszeit veranschaulichen.
Dilemmas der Kriegszeit
Nach der deutschen Invasion wurde das Leben in den Niederlanden zusehends härter, in dem Maße wie Hunger und Armut sich ausbreiteten. Währenddessen erlitt die jüdische Bevölkerung eine immer schlimmere Verfolgung. Viele Niederländer standen vor einer schwierigen Wahl: sich beteiligen, nichts tun oder sich der Widerstandsbewegung anschließen. Die ständige Ausstellung im Widerstandsmuseum erklärt, wie sie mit diesem Dilemma umgingen. Persönliche Geschichten und Zitate machen die authentischen Ausstellungsobjekte noch anschaulicher. Die niederländische Widerstandsbewegung entstand fast unmittelbar nach der deutschen Invasion. Es gab offene Aktionen wie Streiks und Studentenaufstände gegen die Besatzungsmacht, aber auch Untergrundaktionen. Mit der illegalen Presse z. B., umging man die deutsche Zensur, und die Fälschung von Zeitungen wurde zum normalen Lauf der Dinge. Außerdem ereigneten sich Sabotageakte und tödliche Angriffe durch die Widerstandskämpfer. Die größte niederländische Widerstandsbewegung war die Landelijke Organisatie, eine nationale Organisation, die Menschen half, unterzutauchen. Diese Organisation half etwa 300.000 Menschen, darunter 25.000 Juden, sich an geheimen Orten zu verstecken.
Die Zeit des Zweiten Weltkriegs in Niederländisch-Ostindien
Das Museum zeigt auch eine sehr lohnenswerte Ausstellung über Niederländisch-Ostindien. Sie erzählt die fesselnden Geschichten derjenigen, die den Zweiten Weltkrieg in Indonesien, einer ehemaligen niederländischen Kolonie, erlebten. Diese weniger bekannte Geschichte ist sehr faszinierend. Anekdoten und authentische Objekte vermitteln einen Einblick in die harten Lebensumstände, die Not und Bedrängnis der Niederländer, der Kolonisten, der Indonesier und der Chinesen. Ein großer Teil der in Niederländisch-Ostindien lebenden Zivilbevölkerung wurde von der japanischen Besatzungsmacht in Zwangslagern interniert. Die Männer, Frauen und Kinder in diesen Lagern litten unter schwerem Hunger und großer Armut, ebenso wie auch die außerhalb dieser Lager lebende indonesische Bevölkerung. Ihre Befreiung kam im August 1945, mehrere Monate nach der Befreiung der Niederlande.
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